#fkmedien: „Social Media“

Im Rahmen des Funkkollegs Medien hat hr2 heute die zweite Radiosendung (Thema: „Social Media – Charme, Chancen und Risiken sozialer Netzwerke“) ausgestrahlt und als Podcast veröffentlicht. Hier ein paar Gedanken dazu…

Soziale Netzwerke sind für viele nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Auch ich schaue fast täglich bei Facebook nach, ob es etwas Neues gibt. In anderen sozialen Netzwerken habe ich zwar auch einen Account, poste darin aber eher selten.

Dabei wollte ich mich anfangs erst gar nicht bei Facebook anmelden. Schließlich erging es mir aber wie der Schülerin im Podcast: plötzlich war jeder meiner Freunde und Bekannten bei Facebook, so dass ich nicht mehr darum herum kam. Ich verfolge also nun schon länger regelmäßig den dort erscheinenden Nachrichtenstrom bestehend aus den Posts meiner „Freunde“, also Freunde und Bekannte mit denen ich vernetzt bin. Wichtig ist mir dabei, dass ich diese „Freunde“ auch persönlich im realen Leben kenne, egal ob es sich jetzt um „starke“ oder „schwache“ Verbindungen handelt. Berufliche Kontakte sind allerdings nicht dabei.

Interessant fand ich die Frage, ob es eine sogenannte Filterblase (filter bubble) gibt. Diesen Begriff habe ich zum ersten Mal gehört. Damit ist die Einschränkung der Inhalte sowohl von eigenen Interessen als auch vom Anbieter des sozialen Netzwerks (z.B. Facebook) gemeint. Mir ist zwar aufgefallen, dass meistens die Posts von Personen auf der Startseite erscheinen, mit denen ich vor kurzem erst gechattet bzw. deren Posts ich kommentiert habe, aber engt das tatsächlich meine Sichtweise ein? Dem würde ich nicht zustimmen, denn ich habe ja trotzdem Zugriff auf andere Informationen – nur, dass ich dafür dann aktiv werden muss (also im Sinne von Pull-Medien) und diese nicht unbedingt automatisch erhalte (Push-Medien).

Mit Posts auf Facebook bin ich eher zurückhaltend: man weiß ja nie, was einmal mit diesen Daten geschehen und wie sich der Umgang damit entwickeln wird. Hinsichtlich der Entwicklung wurden zwei mögliche Richtungen genannt:

  1. Die Vorsicht wird zunehmen, so dass weniger persönliche Informationen im Internet veröffentlicht werden.
  2. Man wird sich daran gewöhnen, dass manche Informationen öffentlich zugänglich sind und sich nicht weiter daran stören.

Darüber, welche wohl wahrscheinlicher ist, kann man nur spekulieren. Doch ist es wirklich möglich, über die Privatsphäreeinstellungen den Datenstrom zu kontrollieren? Vermutlich nicht… Deswegen ist es um so wichtiger, sich darüber bewusst zu sein, dass diese Informationen trotz aller Vorsicht halb-öffentlich sind. Seine eigenen Beiträge kann man noch einigermaßen kontrollieren, indem man selbst bestimmen kann, was man preisgeben möchte. Wie im Podcast erwähnt wurde, kann man sich auf diese Weise auch eine „neue Identität“ aufbauen, die sich von der realen Person unterscheidet. Problematisch wird es, wenn über andere gepostet wird. Plötzlich sind Informationen und/oder Fotos im Netz, die man gar nicht selbst veröffentlicht hat. Dabei sind – dem Betroffenen später vielleicht „peinliche“ – von den Eltern gepostete Kinderfotos ja noch relativ harmlos (wobei man ja auch noch nicht absehen kann, welche Konsequenzen das mal haben wird). Ein großes Problem sozialer Netzwerke, dass in dem Podcast leider gar nicht angesprochen wurde, ist Cybermobbing. Im Gegensatz zu Mobbing im echten Leben, was ja auch schon schlimm genug ist, ist im Internet kaum dagegen vorzugehen, denn es ist schwierig, Inhalte wieder entfernen zu lassen. Erst heute morgen wieder habe ich einen Zeitungsartikel zu diesem Thema gefunden. Darüber wird sicherlich in der hr2-Sendung am 08.12.12 noch ausführlicher berichtet.

Dieser Beitrag wurde unter eLearningWelt, Medien abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf #fkmedien: „Social Media“

  1. Pingback: Meine Lernerfahrungen mit cMOOCs | eLearningWelt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.