MOOC ist nicht gleich MOOC

Morgen startet der Meta-MOOC #mmc13: ein MOOC über MOOCs. Zeit, den neuen Lerntrend MOOC einmal genauer unter die Lupe zu nehmen: Was ist eigentlich ein MOOC? Und was zeichnet dieses Lernszenario aus? Die Impulsbeiträge für die erste Woche, auf die im Kursblog verlinkt wird, sind ein guter Einstieg. Hier meine Zusammenfassung.

MOOC (gesprochen: [mu:k]) steht für Massive Open Online Course. “Massive” bezieht sich auf die Teilnehmerzahl (> 150), “Open” bedeutet, dass es keine Zugangsvoraussetzungen (Bildungsniveau, Zertifikate, Einstiegstests, usw.) gibt. Die Kurse finden ausschließlich online statt, wobei verschiedene Online-Medien verwendet werden (dazu später mehr).

Online-Kurse sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Man denke nur an Lernszenarien wie Web Based Trainings (WBTs), Webinare und Computer Supported Collaborative Learning, die auch alle mit unterschiedlichen Online-Medien arbeiten. Was ist das Besondere an MOOCs? Haben MOOCs abgesehen von der hohen Teilnehmerzahl und der offenen Zugänglichkeit noch weitere Merkmale? Ganz so einfach lässt sich das nicht definieren: MOOC ist nicht gleich MOOC!

Jeder MOOC ist anders aufgebaut, doch es gibt auch Gemeinsamkeiten. Allgemein unterscheidet man zwei verschiedene Arten von MOOCs:

  1. cMOOCs (Connectivist MOOCs) initiiert von Stephen Downes und George Siemens
  2. und

  3. xMOOCs (wofür steht eigentlich das “x”?) bzw. Stanford-MOOCs (z.B. MOOCs von Udacity, Coursera, EDx)

Fehler: Hier wäre eigentlich eine Mind-Map mit den Merkmalen von cMOOCs und xMOOCs zu sehen. Zum Vergrößern bitte auf die Mind-Map klicken (bei Verwendung von Firefox 2x).

Creative Commons Lizenzvertrag
MOOC-MindMap von Sonja Ringleb (http://elearningwelt.de) steht unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.

Beide Arten von MOOCs habe ich aus Lernersicht bereits kennengelernt. Über den xMOOC “Internetworking mit TCP/IP” des Hasso-Plattner-Instituts (openHPI) habe ich bereits hier berichtet.

Die Mind-Map ist noch nicht vollständig und könnte noch ergänzt werden. Über eure Vorschläge und Anregungen würde ich mich freuen.

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7 Antworten auf MOOC ist nicht gleich MOOC

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  2. Kevin Atkins sagt:

    Hallo Sonja,

    Vielen Dank für die gute Mindmap als Übersicht über die Unterschiede zwischen MOOCs. Wirst du sie im Wiki zur Verfügung stellen?

    In meinen Beobachtungen (auch in anderen Beiträgen) sehe ich bisher als großes Manko an MOOCs die Frage nach dem Feedbacks zu oder der Bewertung von Beiträgen/Inhalten.

    Wie kann man es besser machen? Wie kann trotz hoher Teilnehmerzahlen der Einzelne das Gefühl bekommen nicht unterzugehen? Ich denke eine Möglichkeit besteht in Gruppenarbeiten zu selbst gewählten Themen. Durch die Arbeit in einer Gruppe erstellt man aktiv einen Beitrag, der – wenn er fundiert und gut erarbeitet ist – ein Ergebnis für den MOOC erbringen kann. So sticht der Einzelne durch seine Beteiligung vielleicht besser heraus.

  3. Hallo Kevin,

    vielen Dank für dein motivierendes Feedback. Die Mind-Map stelle ich gerne im Wiki zur Verfügung, wenn Interesse besteht.

    Häufig fehlendes/wenig Feedback sehe ich ebenfalls als Nachteil von MOOCs.
    In xMOOCs erhält man zumindest ein individuelles, wenn auch unpersönliches, Feedback zu den Aufgaben und Tests. Allerdings gibt es hier noch weniger Austausch zwischen den Teilnehmern.
    In cMOOCs wäre mehr Feedback auf die eigenen Beiträge auf jeden Fall wünschenswert. Sehr hilfreich fand ich beim mmc13 die Beiträge der Veranstalter vor dem Start mit den Vorschlägen, wie und wo man teilnehmen und sich vernetzen kann (z.B. hier).

    Gruppenarbeiten zu bestimmten Themen wäre sicherlich auch eine Lösung.
    Diese müsste allerdings freiwillig sein, da ja nicht alle Teilnehmer die Zeit dafür haben. Andererseits kann die Anmeldung für eine Gruppenarbeit mehr Verbindlichkeit erzeugen (über die bei Twitter schon diskutiert wurde:

    ) und dadurch für mehr aktive Beteiligung sorgen. Ein weiterer Vorteil von Gruppenarbeiten zu einem frei wählbaren Thema ist das Kennenlernen von Teilnehmern mit denselben bzw. ähnlichen Interessen.

    Die kollaborativ zu erarbeitenden Produkte (z.B. die MOOC-Matrix oder das Wiki) sind ebenfalls gute Gelegenheiten, sich aktiv einzubringen. Durch daraus entstehende Diskussionen würde man ebenfalls (wahrscheinlich eher indirekt) Feedback erhalten.

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