MMC13 – Meine „Top 5 Learnings“

Heute ist der letzte (offizielle) Tag des #MMC13. Die letzte Live-Session ist schon vorbei. Es war ein gelungener und sehr gut organisierter MOOC. Zeit für ein persönliches Fazit.

Während des MOOC Maker Course habe ich ganz viel gelernt und eine Menge neuer Erfahrungen gemacht. Diese alle im Einzelnen aufzuführen würde den Rahmen eines Blogartikels sprengen.
Monika König fragt im MMC13-Abschluss-Blogpost nach den „Top 5 Learnings“. Daher fasse ich hier meine persönlichen „Top 5 Learnings“ aus dem MMC13 zusammen.

1. MOOCs and (much) more

Zu den 5 Wochenthemen (s. MMC13-Programm) gab es sehr gute Impulsbeiträge, interessante Diskussionsrunden in den Live-Sessions sowie zahlreiche spannende Blogbeiträge der MMC13-Teilnehmer/innen. Inhaltlich habe ich neues Wissen über MOOCs und damit zusammenhängende Themen (z.B. Open Educational Ressources) erworben und durch Reflektionen, Diskussionen und Erfahrungsberichte andere Perspektiven, Erfahrungen und Strategien kennengelernt. Zusätzlich wurden viele Fragen aufgeworfen, die teilweise mit meinen übereinstimmten, an die ich teilweise noch gar nicht gedacht habe. Diese haben mich auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht und zu meinem Lernprozess beigetragen.
Hier sind die Links zu meinen inhaltlichen Zusammenfassungen (MOOCs, MOOC-Didaktik, das „Open“ in MOOCs und Geschäftsmodelle für MOOCs).

2. Lernen + Community + Kommunikation = viel mehr Motivation und Spaß am Lernen

So aktiv wie am MMC13 war ich in keinem anderen MOOC, an dem ich bisher teilgenommen habe. (Hier geht es zu meinen Erfahrungsberichten: xMOOC und cMOOCs). Dies habe ich vor allem Diethild Starkmeth zu verdanken, die meine offene Anmeldung kommentierte und mich dadurch als Erste in ein kurzes Gespräch verwickelte, sowie denjenigen, die meine Blog-Artikel kommentierten. Diese Kommentare motivierten mich dazu, weiter zu moocen und neue Beiträge zu veröffentlichen und auch Blog-Artikel Anderer zu kommentieren. In der MMC13-Community war die Atmosphäre durchweg angenehm, konstruktiv, kommunikativ, motivierend und somit sehr lernförderlich. Dafür sorgten vor allem die drei Veranstalter/innen des MOOCs mit ihren motivierenden E-Mails, Kommentaren und ihrer guten Laune. Das war aber noch nicht alles…

3. Einfach mal Neues ausprobieren – meine ersten Twitter-Erfahrungen

Ein großer Teil der Kommunikation spielte sich auf Twitter ab. Wenn im Blog-Aggregator keine neuen Blog-Artikel zu finden waren, warf ich einen Blick auf den Twitter-Stream. Dort waren immer interessante Links zu finden.

Vorher hatte ich mich noch nie intensiv mit Twitter auseinandergesetzt. Für den OPCO11, an dem ich mich aber dann doch eher wenig beteiligt habe, hatte ich mich bei Twitter angemeldet, diesen Dienst jedoch nie genutzt. Ich konnte mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass alle Tweets öffentlich einsehbar und jederzeit im Internet abrufbar sind. Da ich Twitter bis dato nur als in Blogs eingebundene Twitter-Streams wahrgenommen hatte – meistens wurde dort auf die Blogartikel verlinkt – hielt ich dieses Medium für überflüssig. Wozu auf einen Blog-Artikel verlinken, der direkt daneben steht? Meine Meinung dazu hat sich nun grundlegend geändert.

Nach einem Twitter-Account gefragt, zog ich erstmals in Erwägung, selbst zu twittern und kommunizierte das in meinem Blog. Doch vorher verfolgte ich die Twitter-Diskussionen. Dort lernte ich die Konventionen kennen: z.B. @username, um die Nachricht zu adressieren; #thema, um sie zu verlinken bzw. im entsprechenden Stream sichtbar zu machen; Abkürzungen wie in einer SMS; Retweet- und Favorisierungsfunktion. Die ersten Follower warteten schon gespannt auf meinen ersten Tweet. Während einer Live-Session war es dann soweit…und ich bekam sofort positive Rückmeldungen. Mittlerweise weiß ich Twitter als Kommunikationsmedium wirklich zu schätzen, wobei mir meistens 140 Zeichen viel zu kurz sind und das Twittern viel Zeit in Anspruch nehmen kann (z.B. durch Verfolgen der Diskussion, Nachschauen, ob es was Neues gibt).

4. Neue Tools und didaktische Einsatzmöglichkeiten

Neben Twitter lernte ich im Laufe des MOOCs verschiedene webbasierte Tools kennen. Leider konnte ich sie noch nicht alle ausprobieren, werde dies aber noch nachholen.

  • http://pearltrees.com/ – ein Social-Bookmarking-Tool, mit dem man Linksammlungen erstellen, verwalten und mit anderen austauschen kann. Andrea Brücken hat dazu ein sehr gutes mehrteiliges Tutorial erstellt.
  • Mind42 – ein kollaboratives Mind-Mapping-Tool.
  • http://www.edupad.com/ – ein kollaboratives Textverarbeitungsprogramm, das ohne Anmeldung funktioniert und beim MMC13 für das Sammeln von Fragen für die Live-Sessions und Ideensammlungen verwendet wurde.
  • Google+ Hangouts on Air (HOA) – eine Art Videokonferenz. Die Live-Sessions des MMC13 wurden damit durchgeführt und fast wäre ich bei der letzten dabei gewesen… Die Einladung dazu hat mich überrascht und gefreut (dadurch habe ich übrigens auch gelernt, dass man mit Twitter auch persönliche Nachrichten verschicken kann). Leider habe ich die Gelegenheit wegen technischer Probleme (Ausfall der Twitter-App) und meiner Unerfahrenheit mit diesem Medium verpasst. Als ich den benötigten Einladungslink endlich entdeckte, wurden gerade die Abschluss-Statements angekündigt – da wollte ich Niemandem mehr ins Wort fallen. Schade, beim nächsten Mal vielleicht…
  • Google Docs für kollaborative Aufgaben in einem MOOC.
  • Wiki zur Ergebnissicherung und einige Grundlagen der Wiki-Syntax. Für das MOOC-Maker-Wiki habe ich momentan zu wenig Zeit, kann es aber kaum erwarten dort endlich richtig aktiv zu werden.

5. Lernziele setzen und diese auch wirklich einhalten ist gar nicht so einfach

Anders als in einem xMOOC werden die Lernziele in einem cMOOC nicht von den Veranstaltern vorgegeben, d.h. jeder muss sich seine eigenen Lernziele formulieren. Um diese zu erreichen ist eine entsprechende Fokussierung notwendig. Da man nicht alle Beiträge lesen kann, selektiert man sie nach seinen Interessen und Lernzielen. Das gilt auch für die Produktion eigener Beiträge.

Bei vielen MOOCs hatte ich Schwierigkeiten, am Ball zu bleiben: zum Einen aus zeitlichen, zum Anderen aus motivationalen Gründen. Beim MMC13 war es genau umgekehrt. Ich hatte mir bestimmte Themenaspekte ausgesucht, die mich am meisten interessierten. Doch ich fand alle Themen so spannend, dass ich viel mehr Beiträge gelesen und geschrieben habe, als ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Dadurch war der Zeitaufwand für diesen MOOC besonders hoch – aber es hat sich gelohnt!

Danke für diesen tollen MOOC!

Ein großes Kompliment und herzlichen Dank an Dörte Giebels, Monika König und Heinz Wittenbrink für diesen großartigen MOOC!

Dieser Beitrag wurde unter eEducation, eLearningWelt, Medien abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.