Wie werden MOOCs eigentlich finanziert?

In der vierten Woche des MOOC Maker Course #mmc13 dreht sich alles um Geschäftsmodelle für MOOCs: Welche Kosten entstehen bei der Durchführung eines MOOCs? Wie kann man MOOCs finanzieren oder sogar einen Gewinn erwirtschaften? Hier ist meine Zusammenfassung der vierten mmc13-Woche.

Auch wenn die Teilnahme an den meisten der zurzeit angebotenen MOOCs kostenlos ist, entstehen für die Veranstalter Kosten. Wie hoch diese sind, ist wahrscheinlich für jeden MOOC unterschiedlich und abhängig von der jeweiligen Konzeption.

Wie kommen die Kosten für einen MOOC zustande?

Die meisten Kosten werden durch den Arbeitsaufwand der Veranstalter verursacht und zwar für:

  • Planung und Konzeptionierung
  • Organisation (z.B. Einladung von Experten, Marketing)
  • Vorbereitung der Inhalte (Auswahl und/oder Erstellung von Impulsbeiträgen)
  • Bereitstellung und Gestaltung der technischen Infrastruktur (z.B. Kursblog, Lernplattform)
  • Testen der technischen Infrastruktur und (neuer) Tools (Funktionstest, Eignungstest)
  • Betreuung der Teilnehmer/innen (Feedback, Beantwortung von Fragen)
  • Moderation (z.B. von Live-Events) und deren Vorbereitung
  • Information der Teilnehmer/innen (z.B. Erstellung von Zusammenfassungen, Ankündigungen, Hinweis auf interessante Teilnehmerbeiträge)
  • Absprachen (z.B. mit Mitveranstaltern, Experten, Inhabern bestimmter Rollen)
  • Verwaltungsaufgaben (z.B. Pflege der Teilnehmerdaten, Aktualisierungen, Linksammlungen, thematische Sortierung von Bookmarks)
  • Verfolgung der Aktivitäten (z.B. Lesen von Teilnehmerbeiträgen, Verfolgen von Diskussionen über Twitter oder andere soziale Medien)
  • Fehlerbehebung und Verbesserungen (z.B. technische Fehler beseitigen, technische Infrastruktur z.B. durch neue Plug-Ins oder Tools optimieren)
  • Ergebnissicherung (z.B. „Endprodukt erstellen“ bzw. nachhaltige Archivierung/Verlinkung von Teilnehmerbeiträgen)
  • Leistungsbewertung (z.B. bei Prüfungen in xMOOCs, in cMOOCs evtl. Erfüllung der Voraussetzungen für Badges überprüfen)
  • Evaluation (z.B. statistische Erhebungen und Auswertungen, Umfragen)
  • evtl. weitere Verwaltungsaufgaben (z.B. Ausstellung von Zertifikaten oder Badges)
  • evtl. Marketingaktivitäten (z.B. Presseinfos schreiben, Interviews geben)
  • und bestimmt noch einige Aufgaben, die ich hier vergessen habe zu erwähnen…

Bei all diesen Aktivitäten kommen bestimmt so einige Arbeitsstunden und damit Personalkosten zusammen.

Daneben können gegebenfalls noch weitere Kosten anfallen, beispielsweise durch

  • Inhalte (falls diese urheberrechtlich geschützt sind)
  • Material/technische Ausstattung (z.B. eine Kamera zur Aufzeichnung von Vorlesungen)
  • Softwarelizenzen (falls keine Open-Source-Anwendungen eingesetzt werden)
  • Infrastruktur (Domain, Server)
  • evtl. Honorar für Experten (?)
  • … (mehr fällt mir jetzt gerade nicht ein. Vielleicht habt ihr ja noch Ideen!?)

MOOCs müssen also irgendwie finanziert werden, damit sich für die Veranstalter eine Durchführung überhaupt lohnt. Die Frage ist nur, wie…

Geschäftsmodelle

Prof. Dr. Volkmar Langer verweist in seinem Impulsbeitrag auf das „Business Model Canvas“, eine Web-Applikation, mit der man kollaborativ ein Geschäftsmodell ausarbeiten kann. Als Grundlage dient dabei eine Art Pinnwand, an die man zu den folgenden Aspekten Notizen heften kann:

  • Key Partners
  • Key Activities
  • Key Resources
  • Value Propositions
  • Customer Relationships
  • Channels
  • Customer Segments
  • Cost Structure
  • Revenue Streams

Einige dieser Aspekte sind auch bei der didaktischen Planung zu berücksichtigen (z.B. die Zielgruppe und Aktivitäten). Hinzu kommen wirtschaftliche Überlegungen, z.B. über den gebotenen Mehrwert, die Vertriebskanäle, die Kostenstruktur, Kundenanforderungen, usw.

Hinter den bisher und zurzeit angebotenen MOOCs, egal ob xMOOC oder cMOOC, stehen unterschiedliche Geschäftsmodelle. In der Mind-Map habe ich einige denkbare und teilweise schon verwendete Finanzierungsmöglichkeiten zusammengestellt. (Zum Vergrößern einfach zweimal anklicken!)

Fehler: Hier wäre eigentlich eine Mind-Map mit den Merkmalen von cMOOCs und xMOOCs zu sehen.

Diese Übersicht ist sicherlich noch nicht vollständig. Habt ihr noch Ideen zum Ergänzen? Ich freue mich über eure Kommentare!

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