Schülerpräsentationen mit PowerPoint?

Im Fremdsprachenunterricht gibt es viele Sprechanlässe in Form von Schülerpräsentationen, sei es als Präsentation einer Gruppenarbeit oder eines individuellen Referates. Was spricht für oder gegen eine visuelle Unterstützung mit dem Präsentationsprogramm PowerPoint?

Präsentationsprogramme bieten eine Reihe von Vorteilen:

  • Präsentationen werden vor allem im Studium, aber auch in der Arbeitswelt vor. Kenntnisse im Umgang mit Präsentationsprogrammen werden häufig vorausgesetzt. Ein Einsatz in der Schule ist daher für die Förderung der Methodenkompetenz in diesem Bereich auf jeden Fall sinnvoll.
  • Mit PowerPoint oder ähnlichen Programmen kann man mehrere Folien erstellen und nacheinander zeigen. Dabei werden die Folien mit einem Beamer an die Wand oder auf eine Leinwand projiziert. Falls vorhanden kann auch ein interaktives Whiteboard dafür verwendet werden. Es sind keine Overheadfolien und Kopien notwendig.
  • Bei der Verwendung mehrerer Folien und Einhaltung einiger Regeln (s.u.) wird die Präsentation durch diese Art der Visualisierung anschaulich und übersichtlich.
  • Die fertige Präsentation kann gespeichert und so auch den zuhörenden Schülern in digitaler Form leichter zugänglich gemacht werden.
  • Es können auch andere Medien (z.B. Bilder, Audiodateien oder Videos) – ohne großen Aufwand eingebunden werden.
  • Die Gestaltung der Folien mit Hilfe des Präsentationsprogramms kann motivierend sein.

Nachteile sehe ich vor allem in der notwendigen Ausstattung (Computer, Beamer) und dem Zeitaufwand bei der Erstellung einer solchen Präsentation.

Bei dem Einsatz von Präsentationsprogrammen ist wichtig, dass einige Regeln beachtet werden:

  • Die Schrift sollte gut lesbar sein (mind. Schriftgröße 16)
  • Auf zu aufwendige Hintergrundgestaltungen sollte zu Gunsten einer besseren Übersichtlichkeit verzichtet werden.
  • Die Einbeziehung anderer Medien sollte die Präsentation unterstützen und nicht störend wirken.

Eine Visualisierung mit Präsentationsprogrammen finde ich vor allem bei größeren Projekten oder längerfristigen Gruppenarbeiten sinnvoll. Was meinen Sie?

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3 Antworten auf Schülerpräsentationen mit PowerPoint?

  1. fraulehrerin sagt:

    Hallo Sonja,

    eine überzeugende Aufstellung der Vor- und Nachteile und wichtiger Regeln, die ich noch um den Aspekt ergänzen würde, dass pro Folie nur wenige (unsere Schüler lernen 3-5, glaube ich, als Richtwert) Stichpunkte notiert werden sollten. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass sich die Informationen auf der Folie von denen, die man als Referent gibt, in der Komplexität unterscheiden. Es gibt nichts schlimmeres als einen Vortrag, den man Wort für Wort auf den Folien mitlesen kann. 🙂

    Grundsätzlich schließe ich mich deiner Beurteilung an, aus Erfahrung bin ich aber mit dem Einsatz dieser Formen (bzw. mit der Erwartung, dass diese eingesetzt werden) vorsichtig, weil die Schüler unserer Schule (für andere kann ich nicht sprechen) arg genervt sind vom ständigen PowerPoint-Einsatz. Gerade weil es für den Beruf so wichtig erscheint, wird die Methode scheinbar oft inflationär eingesetzt, obwohl es auch viele andere Mittel der Visualisierung gibt, die an mancher Stelle wesentlich sinnvoller sind.

    Viele Grüße
    Dagmar

  2. Peter Rombach sagt:

    Powerpoint wird immer mehr auch von älteren Generationen verwendet, ein ganz wichtiger Aspekt ist die Sicherung der Arbeitsergebnisse mit Powerpoint, nach einer Sitzung kann der Vortrag via Mail schnell versendet werden. Nötigenfalls lassen sich noch kleinere Ergänzungen während einer Besprechung einfügen. Im Gegensatz zu Folien und Kopien wirtschaftlicher und ökologischer.

    Gruß Peter

  3. winterlin sagt:

    Ich bin selber Schüler und mich nervt das ganze PowerPoint und neue Medienzeugs in der Schule. PowerPoint bietet zwar bei einigen Vorträgen einen echten Mehrwert, aber wenn man selbst für eine 3 minütige Kurzpräsentation eine PowerPointpräsentation machen muss. Dann schiesst der Lehrer übers Ziel hinaus.
    Das schlimmste ist jedoch, wenn man Hausaufgaben per Email abgeben muss. Und dann erhalten die Schüler eine Strafe, einfach nur weil der Lehrer zu blöd ist in den Spamordner zu gucken. 😀

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