E-Book-Reader am Ende???

Ein Heise-Artikel berichtet von einer Marktforschungsstudie, die einen Rückgang der Verkäufe von E-Book-Readern vorhersagt. Wird es demnächst etwa keine E-Book-Reader mehr geben? Das kann ich mir nicht vorstellen.

Warum nicht? Weil ich seit ca. einem Jahr die Vorteile eines E-Book-Readers zu schätzen weiß, denn seitdem ist ein Sony PRS-T1 mein ständiger Begleiter. Ich nehme ihn mit zur Arbeit, für Unterwegs, in den Urlaub – eigentlich habe ich ihn fast immer dabei.

Ein E-Book-Reader ist doch langweilig: da kann man doch nicht wirklich viel mit anfangen, ein Tablet-PC ist doch viel praktischer – werden jetzt vielleicht einige denken. Das kann ich nicht bestätigen.

Ein E-Book-Reader…

  • ist mit dem e-ink-Display viel angenehmer zu lesen.
  • ist auch draußen bei Sonnenschein zu verwenden.
  • passt in jede Handtasche (ok, ein Nexus 7, oder ähnliche Mini-Tablets auch).
  • ist etwas preiswerter als ein Tablet-PC.
  • ist nicht abhängig vom Internet.
  • muss nicht ständig aufgeladen werden.
  • kann auch mehr als nur Bücher anzeigen.

Zu den Funktionen meines Sony-Readers gehören z.B. Wörterbücher für verschiedene Sprachen, Unterstützung des Standard-E-Book-Formats epub (ein Grund für meine Entscheidung gegen Amazons Kindle), pdf-Dateien lesen (d.h. ich hab meine Studienbriefe für die Uni immer dabei, ohne viel Schleppen zu müssen), Audio (ja, ich kann damit auch Musik oder Podcasts hören!), Notizen schreiben (handschriftlich oder mit Tastatur), Bücher sortieren, Bilder speichern (nur Schwarz-Weiß-Bilder), Bücher bearbeiten bzw. anpassen (Markierungen, Notizen, Wörter im Wörterbuch oder im Internet nachschlagen – ja, richtig gelesen: Internet), WLAN zum Kauf neuer E-Books oder zum Surfen im Internet, SD-Karte für mehr Speicherplatz usw.

Natürlich ist das Gerät nicht perfekt und hat auch seine Macken. Zu nennen ist hier vor allem die Darstellung von pdf-Dateien.
Solange es sich um einen „normal formatierten“ Text handelt, ist alles in Ordnung, doch sobald Fußnoten, Tabellen, Abbildungen oder Aehnliches enthalten sind, fangen die Probleme an:

  • lange Ladezeiten und somit scheinbar ewig dauerndes Umblättern,
  • der Text ist nur noch in Originalschriftgröße rekonstruierbar (zumindest mit guten Augen oder Zuhilfenahme einer Lupe),
  • die Notizfunktion und Wörterbuch sind nicht mehr möglich,
  • nach ein paar solcher Seiten stürzt das Gerät ab.

Trotz dieser Einschränkungen lese ich gerne mit dem E-Book-Reader und möchte nicht mehr darauf verzichten. Wenn das mit den pdf-Dateien noch besser funktionieren würde, bin ich davon überzeugt, dass E-Book-Reader noch lange nicht am Ende waeren…

Dieser Beitrag wurde unter Devices, IT-Welt, News & Trends abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.